| |
|
|
|
Jeden
zweiten Samstag finden zwei deutschsprachige Führungen statt. Die
Rundgänge dauern jeweils eine Stunde. Die erste Führung befasst
sich mit ausgewählten Aspekten der laufenden Ausstellung, die zweite
mit den
großen Skulpturen der Daimler Kunst Sammlung am Potsdamer Platz:
Keith Haring, Francois Morellet, Nam June Paik, Robert Rauschenberg, Frank
Stella, Mark di Suvero, Jean Tinguely, Auke de Vries (Treffpunkt: Daimler
Contemporary). Darüber hin-aus finden Gespräche und Vorträge
mit Künstlern, Kuratoren und Experten im Daimler Contemporary statt.
Samstag,
7. April
16
Uhr Führung
Minimalism
in Germany - Ein chronologischer Rundgang
Böhm, Buchholz, Darboven, Glöckner, Goeritz, Posenenske, Roehr,
Rückriem, Schene, Stromsky, Walther
Als Auftakt werden in der Führung wichtige Tendenzen abstrakter
Kunst der 1960er Jahren aus Deutschland vorgestellt und die Entstehung
und Entwicklung von Zero, Minimal Art, Konzept und Serialität thematisiert.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Montag, 16. April
19
Uhr Talk im Haus Huth
Die
Künstler - Hartmut Böhm und Helmut Stromsky
Die Künstler Hartmut Böhm und Helmut Stromsky können
als Vertreter eines eigenständigen deutschen Minimalismus gelten.
Böhm vollzieht in seinen Zeichnungen, Reliefs und Rauminstallationen,
die seit den 1960er Jahren entstehen, eine systematische und maximale
Reduktion formaler Mittel. Das Werk des Bildhauers und Zeichners Helmut
Stromsky ist über Jahrzehnte nachdrücklich durch eine Auseinandersetzung
mit der Architektur der Moderne geprägt worden. Grundlegend für
sein Schaffen ist die Analyse des Raums, dessen Qualitäten er in
seinen Plastiken, Zeichnungen, Fotografien und Architektur-Skulpturen
nachgeht.
Samstag, 21. April
16
Uhr Führung
Berlin,
Dresden, München - Einflüsse konstruktivistischer Avantgarden
in Deutschland
Buchholz, Glöckner, Goeritz, Rückriem
Was ist eigentlich Konstruktivismus in der Kunst? Woher kommt er und
wann und wie wirkte er sich auf das Schaffen der Künstler in den
kulturellen Zentren in Deutschland aus? Die Führung stellt das
erste, 1922 in Berlin entstandene Raumkonzept eines deutschen Konstruktivisten
(Erich Buchholz) vor und zeigt Beispiele konstruktivistischer Bildkonzepte
der 1960er/70er Jahre.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Samstag,
5. Mai
16
Uhr Führung
Zero, Konkretion, Konzept - Neue Formen des Bildes
Böhm, Posenenske, Roehr, Uecker, Walther
Serialität, Progression, Variabilität und Modularität
sind charakteristische Begrifflichkeiten im Kontext eines eigenständigen
deutschen Minimalismus. Während Hartmut Böhm diese von der
Konkreten Kunst herkommend entwickelt, setzen Franz Erhard Walther,
Peter Roehr und Charlotte Posenenske Anfang der 1960er Jahre eher bei
neuen Bildformen an, die im Umfeld der europäischen Zero-Bewegung
diskutiert wurden, und nehmen Aspekte von Conceptual Art und Process
Art vorweg.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Samstag, 19. Mai
16
Uhr Führung
Banalität
des Materials - Symbolik des Materials
Roehr, Rückriem, Schene, Posenenske, Walther
Besucher der frühen Minimal- Ausstellungen waren konfrontiert mit
roh bearbeiten Steinplatten (Rückriem), Sperrholz und PVC Folien
(Schene), Stahl, Pappe, Autolack (Posenenske), Papierfaltungen, Packpapier
und Baumwollstoffen (F. E. Walther). Derart formulierte sich auf der
Materialebene der Anspruch von Entindividualisierung und Objektivierung
nicht selten mit einer Schockwirkung. Ideologisch vorbelastete Materialien
und Gattungen - Sockel, Bronzeguss, Leinwand, Rahmen - wurden durch
industriell produzierte Massenware ersetzt.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Samstag, 2. Juni
16
Uhr Führung
Zeichnung:
Idee, Konzept und das Material des Kunstwerks
Darboven, Glöckner, Roehr, Rückriem, Walther
Infolge der Verwendung neuer, oft industriell hergestellter Werkstoffe
entzündete sich in den 60er Jahren ein Diskurs um das Material
der Kunst. Kritiker wie etwa Lucy Lippard sprachen von einer "Dematerialisierung",
Benjamin Buchloh hingegen von einer "Rematerialisierung".
Anhand von Zeichnungen in der Ausstellung geht die Führung auf
diese Begrifflichkeiten ein.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Samstag, 16. Juni 2012
16
Uhr Führung
"Sculpture
as place" - die Bedeutung von Architektur und Außenraum für
minimalistische Ansätze
Buchholz, Glöckner, Goeritz, Posenenske, Uecker
Ein dreidimensionaler Werkbegriff sowie expliziter Raumbezug verleihen
minimalistischer Plastik eine architektonische Dimension. Goeritz schafft
bereits 1957 gebäudegleiche, minima-listische Turm-Skulpturen mitten
in Mexiko Stadt. Posenenskes modulare, industriell gefer-tigte Vierkantrohre
lassen sich beinahe mimetisch in den öffentlichen Raum einfügen.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Dienstag, 19. Juni
19
Uhr Talk im Haus Huth
Buchpräsentation
Minimalism in Germany The Sixties'
Gespräch mit Paul Maenz, Rolf Ricke und Renate Wiehager
Die Daimler Kunst Sammlung präsentiert ihre grundlegende Forschungsarbeit
zum deutschen Minimalismus in einer umfangreichen Publikation (ca. 500
Seiten, HatjeCantz). Der Katalog zur Ausstellung widmet sich ausgewählten
reduktionistischen Arbeiten der Zeit, mit rund 100 Werken von etwa 40
deutschen Künstlerinnen und Künstlern, überwiegend im
Besitz der Daimler Kunst Sammlung. Essays zu minimalistischen Tendenzen
in Architektur, Literatur, Film und Design entfalten darüber hinaus
einen weiter gefassten Kontext. Zu diesem Anlass werden Renate Wiehager,
Paul Maenz und Rolf Ricke in Tendenzen von Konzept, Minimal und Serialität
im Deutschland der1960er
Jahre einführen.
Mittwoch, 4. Juli
19
Uhr Talk im Haus Huth
Die
Kunst - Franz Erhard Walther
In den 1960er Jahren bricht Franz Erhard Walther mit traditionellen
Vorstellungen von Bild, Skulptur und künstlerischem Material. Walther
erprobt prozessuale Strukturen und Handlungsformen wie Falten, Trennen,
Kleben, Einpacken, Stapeln, Leimen, Schneiden oder Auslegen mit zu jener
Zeit als unkünstlerisch geltenden Materialien wie Hartfaserplatten,
Grundiermasse, Kleister, Nessel, Packpapier oder Filz. Seine Handlungen
definieren sich stets als Bestandteil des Werks, wodurch das Moment
der Zeit als bildhauerisches Material Bedeutung bekommt. Im Gespräch
mit Renate Wiehager werden weiterhin Fragen der Präsentation und
die Rolle des Betrachters erläutert.
Samstag. 7. Juli
16
Uhr Führung
Bild
und Raum - Die Erneuerung des Raumbegriffes im Minimalismus
Buchholz, Rückriem, Schene, Stromsky, Uecker, Walther
Erich Buchholz realisierte 1922 in seinem Berliner Atelier ein erstes
deutsches Raumkonzept, das er 1966 rekonstruierte; Günther Uecker
schuf um 1965 räumliche Ensemble aus Licht und Metall; Ulrich Rückriem
und Helmut Stromsky untersuchten das Spannungsfeld zwischen Zeichnung
und Skulptur; Eckhard Schene und Franz Erhard Walther erkundeten visuelle
und handlungsbasierte Begriffe von Skulptur.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Samstag,
21. Juli
13-16
Uhr Fotografie-Workshop von Studenten der Fu Berlin
Minimale
Motive zwischen Skulptur und Architektur
Raumgreifende
Werke, serielle Strukturen und Raster, handlungsorientierte Werkkonzepte
Wie sehen Sie diese Ausstellung? Machen Sie sich ein Bild! Die
Daimler Kunst Sammlung lädt Sie ein zum Fotografie-Workshop mit
Führung durch die Ausstellung und Exkursion am Potsdamer Platz.
Zum Abschluss können die fotografischen Fundstücke gezeigt,
ausgetauscht und besprochen werden.
Um
Anmeldung wird gebeten unter: Kunst.Sammlung@Daimler.com
16
Uhr Führung
Rasterungen
- künstlerisches Verfahren zwischen Struktur und Prinzip
Boehm, Posenenske, Roehr
Mit seiner formalen Strenge, Klarheit und Einfachheit erzeugt das Raster
- wie Roehr es formulierte - "keine Komposition", sondern
eine Struktur, die er als "ein Ordnungsgefüge mit gleichartigen
Objekten" bezeichnet. Im Gegensatz zu komponierten, hierarchisch
organisierten Arbeiten begreifen KünstlerInnen rasterförmige
Strukturen als hierarchielos und antiautoritär.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Samstag, 4. August 2012
13-15.30
Uhr Kinder-Workshop von Studenten der Fu Berlin
Minimalistische
Kunst begreifen - 1. Workshop für Kids im Alter von 8-14 Jahren
Wolltet
Ihr schon immer einmal wissen, was man in der Kunst alles machen kann?
Was ist Kunst? Welche Materialien kann man für ein Kunstwerk verwenden?
Welche Geschichten kann man mit Kunst erfinden? Wer gibt den Kunstwerken
eigentlich die Namen? Und wie wird eine Ausstellung gemacht? Wenn ihr
das auch schon einmal ausprobieren wolltet, dann seid Ihr herzlich eingeladen,
uns zu besuchen.
Um Anmeldung wird gebeten unter: Kunst.Sammlung@Daimler.com
16
Uhr Führung
KünstlerInnen
in die Produktion - Sozio-politische Ansätze
Buchholz, Darboven, Posenenske, Roehr,
Buchholz sympathisierte mit dem Produktivismus der November Gruppe.
Hanne Darboven formulierte ihre Gesellschaftskritik über die Visualisierung
eines emanzipierten Zeitbegriffes, Posenenske und Roehr greifen in ihren
Serien eine industrielle Ästhetik auf und bringen darin Ideen von
prozessorientierter, demokratisierter Kunstproduktion zum Ausdruck.
Um Anmeldung wird gebeten unter: Kunst.Sammlung@Daimler.com
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Samstag, 18. August 2012
13-15.30
Uhr Kinder-Workshop von Studenten der Fu Berlin
Minimalistische
Kunst begreifen - 1. Workshop für Kids im Alter von 8-14 Jahren
Wolltet
Ihr schon immer einmal wissen, was man in der Kunst alles machen kann?
Was ist Kunst? Welche Materialien kann man für ein Kunstwerk verwenden?
Welche Geschichten kann man mit Kunst erfinden? Wer gibt den Kunstwerken
eigentlich die Namen? Und wie wird eine Ausstellung gemacht? Wenn ihr
das auch schon einmal ausprobieren wolltet, dann seid Ihr herzlich eingeladen,
uns zu besuchen.
Um Anmeldung wird gebeten unter: Kunst.Sammlung@Daimler.com
16
Uhr Führung
Der
aktivierte Betrachter - Handlungsbasierte Ansätze von Skulptur
Buchholz, Posenenske, Schene, Walther
Der Rezipient als konstitutiver Teil des Kunstwerkes wird bereits in
der Werkanlage minimalistischer Skulptur mitgedacht. Posenenskes immer
wieder neu anzuordnende 'Vierkantrohre' zeigen dabei einen stark prozessualen
Charakter. Walthers 'Werksätze' werden begleitet von Handlungsanweisungen
zur körperlichen Involvierung des Betrachters und 'Anwendung' seiner
Arbeiten.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Samstag,
25. August
13-16
Uhr Bewegungs-Workshop von Studenten der Fu Berlin
Minimales
erleben Der Körper als Werkzeug der künstlerischen
Schöpfung, das Objekt als Werkzeug der Vermittlung (unter Einbeziehung
der Arbeiten Franz Erhard Walters)
Franz
Erhard Walther entwickelte zu seinen Objekten konkrete Handlungsanweisungen,
die für Vollständigkeit und Verständnis seiner Werke
zentral sind. Gemeinsam sollen Anweisungen zu Objekten der Ausstellung
aktiv nachvollzogen und über die Erkenntnisse, auch anderer minimalistisch
arbeitender Künstler, eigene Handlungsvorstellungen erarbeitet
und besprochen werden. Der Workshop ist für interessierte Menschen
mit Bewegungsfreude.
Um
Anmeldung wird gebeten unter: Kunst.Sammlung@Daimler.com
Sonntag,
26. August
13-16
Uhr Fotografie-Workshop von Studenten der Fu Berlin
Minimale
Motive zwischen Skulptur und Architektur
Raumgreifende
Werke, serielle Strukturen und Raster, handlungsorientierte Werkkonzepte
Wie sehen Sie diese Ausstellung? Machen Sie sich ein Bild! Die
Daimler Kunst Sammlung lädt Sie ein zum Fotografie-Workshop mit
Führung durch die Ausstellung und Exkursion am Potsdamer Platz.
Zum Abschluss können die fotografischen Fundstücke gezeigt,
ausgetauscht und besprochen werden.
Samstag, 1. September 2012
13-16
Uhr Bewegungs-Workshop von Studenten der Fu Berlin
Minimales
erleben. Der Körper als Werkzeug der künstlerischen
Schöpfung, das Objekt als Werkzeug der Vermittlung (unter Einbeziehung
der Arbeiten Franz Erhard Walters)
Franz
Erhard Walther entwickelte zu seinen Objekten konkrete Handlungsanweisungen,
die für Vollständigkeit und Verständnis seiner Werke
zentral sind. Gemeinsam sollen Anweisungen zu Objekten der Ausstellung
aktiv nachvollzogen und über die Erkenntnisse, auch anderer minimalistisch
arbeitender Künstler, eigene Handlungsvorstellungen erarbeitet
und besprochen werden. Workshop für interessierte Menschen mit
Bewegungsfreude.
Um Anmeldung wird gebeten unter: Kunst.Sammlung@Daimler.com
16
Uhr Führung
Minimalismus
- Minimal Art. Die Reduktion als globales und lokales Phänomen.
Darboven, Posenenske, Rückriem, Walther
Viele Künstler der Nachkriegskunst in Deutschland verstanden sich
als Erben einer zerstörten Kulturlandschaft. Das Zentrum des internationalen
Parketts der Kunst hatte sich inzwischen nach New York verlagert. Darboven,
Posenenske, Rückriem und Walther reisten in die Vereinigten Staaten
um zu lernen, auszustellen und sich auszutauschen.
17
Uhr Skulpturenrundgang
am Potsdamer Platz
Mittwoch,
12. September 2012
19
Uhr Talk im Haus Hut
Minimalism in Germany. The Sixties - Kritisch-politische Horizonte.
Ein
Gespräch mit Egidio Marzona und Renate Wiehager.
Gesprächsthema dieses Abends sind politische Hintergründe
und Motivationen für die Werke etwa von Franz Erhard Walther, Charlotte
Posenenske und Peter Roehr. Fragen wie "Haben politische Ereignisse
die Kunstproduktion
beeinflusst?" oder "Welche Rolle kam Joseph Beuys zu?"
werden eben so erörtert wir die Fragestellung "Welchen Normen
und Institutionen haben sich die Künstler dieser Zeit verweigert?".
Gesprächspartner
von Renate Wiehager ist Egidio Marzona (Berlin/Wien). Marzona war zunächst
als Galerist, später als erfolgreicher Verleger tätig. Er
hat eine der weltweit bedeutendsten bibliophilen/archivalischen Sammlungen
zur Kunst
des 20. Jahrhunderts aufgebaut und ist ein renommierter Spezialist im
Kontext minimalistischer Kunst.
|
|